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Ökumenische Nachrichten

PRESSEMITTEILUNG
der Altkatholischen Kirche Österreichs
                                                  Wien, am 10.02.2011

„140 Jahre altkatholischer Gottesdienst in Österreich“

Sonntag, 16.10.2011 um 10.00 Uhr

Feierlicher Gottesdienst mit Chor und live Gospelmusik in der Kirchengemeinde Wien Innen „St. Salvator“ (1010 Wien, Wipplingerstraße 6).  

Predigt: Bischof em. Fritz-René Müller (Christkatholische Kirche der Schweiz)

Agape: Altkatholische ARGE Wien

„80 Jahre Full Communion“

Dienstag, 25.10.2011 ab 16.00 Uhr im Kardinal König Haus (1130 Wien, Kardinal-König-Platz 3)  

ACHTUNG: neuer Veranstaltungsort!!!

Beginn um 16.00 Uhr: Feierliche Vesper mit The Venerable Patrick Curran (Chaplain and Archdeacon of the Eastern Archdeaconry of the Church of England Diocese in Europe).

Anschließend um 17.30 Uhr Vortrag von Prof. Dr. Angela Berlis zum Thema „80 Jahr-Jubiläum Full Communion zwischen Altkatholischer Kirche und Anglikanischer Kirche“.

Danach festlicher Empfang.

 

„Freude kann Kreise ziehn, jubeln in Symphonien, Lichter der Hoffnung entzünden; tanzen vor Fröhlichkeit, lächeln in Dankbarkeit, Hände und Herzen verbinden…“

Der Refrain des Schlussliedes fasst die einzigartige Atmosphäre und faszinierende Stimmung des Festgottesdienstes, der am 3. Oktober 2010 um 14.00 Uhr in unserer Pfarrkirche gefeiert wurde, zusammen.

Erstmalig in der Geschichte der Kirchengemeinde Graz ist eine Frau zur Diakonin geweiht worden. Frau Regina Lechner hatte dazu ihre Familienangehörigen, ihre Weggefährtinnen und Weggefährten und ihre altkatholischen Glaubensgeschwister aus Nah und Fern eingeladen.

Der neu gestaltete Kirchenraum und der prächtige Blumenschmuck bildeten einen würdigen Rahmen, der auf Grund der vielen Festgäste beinahe gesprengt wurde.

Bischof John Okoro, der dem Festgottesdienst vorstand und die Weihehandlung vollzog, vernahm die drei klaren Ja-Voten, die für Regina abgegeben wurden. Als Pfarrer beschrieb ich sie, stellvertretend für ihre Kirchengemeinde Graz, als „authentisch, leidenschaftlich, meditativ und spirituell“. Dr. Heinz Lederleitner sprach als Vorsitzender der Geistlichenkonferenz und in Vertretung des Synodalrates. Er nannte sie eine Frau, „die aus der Praxis kommt“. Sehr persönlich und mit viel Applaus bedacht fielen die Worte ihres Mannes Karl Lechner aus.

Zwei symbolträchtige Handlungen zeichneten die Diakoninweihe besonders aus:

Während der großen Heiligen-Litanei, lag Frau Regina Lechner auf dem Weihetuch, das erstmals bei der Weihe von Frau Karin Leiter zur Priesterin verwendet wurde. „Reichlich gibt es starke Frauen“ war als Slogan auf dem Weihetuch zu lesen.

Nach dem Weihegebet, der Handauflegung durch den Bischof, der Übergabe der Stola, die Reginas Mutter und ihre Tochter anlegten, und des Evangeliars, waren alle, die es wollten, eingeladen ihr segnend die Hände aufzulegen und ihr ein persönliches Segenswort mitzugeben.

In Namen der Kirchengemeinde Graz überreichte der Vorsitzende des Gemeindevorstandes Robert Görger St. Jörgen Frau Regina Lechner eine wertvolle Bibelausgabe.

Schließlich ergriff Bischof John das Wort und erzählte folgende Anekdote: Er hatte Regina gefragt, was für ein Geschenk er ihr zur Diakoninweihe machen könne. Es sei darauf hin einige Zeit verstrichen, bis Regina sich doch noch meldete und einen Vorschlag unterbreitete. Sie wünsche sich einen Terminkalender von 2011 in dem am Pfingstmontag, 13. Juni vermerkt ist: Weihe von Frau Regina Lechner zur Priesterin.

Gemäß des Schriftwortes zum Weihegottesdienst: „Iss und trink, sonst ist der Weg zu weit für dich!“ (1 Könige 19) erwartete alle, die mitgefeiert haben, eine köstliche Agape bei gemütlichem Beisammensein.

Mag. Franz Handler, Pfarrer
Kirchengemeinde Graz

Alt-Katholischer Bischof Dr. Matthias Ring eröffnet 57. Synode in Mainz

Dr. Matthias Ring, seit Anfang März 10. Bischof der Alt-Katholiken in Deutschland, eröffnete am heutigen Nachmittag die 57. Ordentliche Bistumssynode in Mainz mit einem feierlichen Gottesdienst in der Mainzer Augustinerkirche. In seiner Predigt sagte Dr. Ring: »Kirche ist ihrem Wesen nach synodal oder sie ist nicht Kirche!«
In den mündlich vorgetragenen Auszügen aus seinem fast 20 Seiten langen Bischofsbericht zu Beginn der 1. Sitzung des aus etwa 130 Laien und Geistlichen bestehenden obersten kirchlichen Leitungsgremiums zog Dr. Ring eine kritische Bilanz der Zeit seit der letzten Synode 2007. Dabei benannte er als eine der innerkirchlichen Hauptschwierigkeiten der letzten Jahre die »Kommunikationsprobleme zwischen oben und unten«. Er rief die Synodalen dazu auf, wieder intensiv neu miteinander ins Gespräch zu kommen. Dabei helfe es, frühzeitig das gemeinsame Gespräch zu suchen.
In diesem Zusammenhang sprach der Bischof von einem »spürbaren kommunikativen Aufbruch in der gesamten deutschen alt-katholischen Kirche«. Dazu gehöre es auch, in Kirchenzeitungen und Gemeindebriefen nicht nur einem »Halleluja-Journalismus« zu huldigen, sondern auch einmal darüber zu berichten, was nicht gut laufe. Schließlich lerne man ja bekanntlich gerade auch aus Fehlern.
Am Ende seines Berichtes sagte Dr. Ring mit Blick auf die zum ersten Mal einer Synode vorgelegte Mitgliederstatistik: »Auf nackte Zahlen zu blicken, sagt nichts aus über die Lebendigkeit einer Kirche.« Entscheidend sei ja auch nicht, wie einer in einen Gottesdienst hineingehe, sondern wie er herauskomme, nämlich ob er oder sie sich lebendiger, froher und ein wenig heiler fühle oder nicht.

Er kündigte an, dass sein erster Bischofsbrief an die Kirche der Frage gewidmet sein werde: »Was ist unsere Mission, unsere gesellschaftliche Sendung als Alt-Katholische Kirche in Deutschland?«

Dabei wolle er den Blickwinkel neu justieren. Es gehe um die Sendung einer kleinen Kirche in der großen Welt. Wenn die überzeugend und lebendig sei, dann komme das Wachstum von ganz alleine.

Alt-Katholisches Ordinariat
Bischöfliche Pressestelle
Ordinariatsrat Ralph Kirscht
Gregor-Mendel-Str. 28
D-53115 Bonn
www.alt-katholisch.de

Bericht des Schweizer Fernsehens über den Altkatholikenkongress in Zürich

Tagesschau vom 11.08.2010, 19:30

http://www.iakk2010.com/lang/de/home.html

Website der Utrechter Union in neuem Kleid

Die Website der Utrechter Union hat seit Anfang dieser Woche ein neues Outfit bekommen.

Das Layout wurde stark an dasjenige der Niederländischen Kirche angelehnt und soll einen besseren Zugang zu Informationen aus der IBK und aus den Mitgliedskirchen der Utrechter Union bieten. Gegenwärtig ist der Teil in deutscher Sprache zugänglich. An der Englischen Version wird noch gearbeitet. Die Adresse www.utrechter-union.org ist dieselbe geblieben.

Maja Weyermann
Kommunikationsbeauftragte der 

Internationalen Altkatholischen Bischofskonferenz                                                  27. April 2010


KIRCHE SOLL AUF DER SEITE DER OPFER STEHEN 
Pressemitteilung der Altkatholischen Kirche Österreichs anlässlich der Skandale um die

Missbrauchsfälle in der röm.-kath. Kirche

In den letzten Wochen wird die römisch-katholische Kirche – aber nicht nur sie - von Skandalen um Missbrauchsfälle erschüttert. Eine selbstverständliche Haltung einer christlichen Kirche ist es, sich auf die Seite der Opfer zu stellen. Es ist zu hoffen, dass beide Seiten – Betroffene und Kirche – die daraus resultierenden Probleme bewältigen und Verletzungen geheilt werden können.

Dazu ist eine möglichst transparente Aufarbeitung aller Fälle notwendig. Auch der altkatholischen Kirche ist bewusst, dass Missbrauch von Minderjährigen nicht nur in kirchlichen Institutionen vorkommt. Dennoch haben kirchliche Einrichtungen gleich welcher Konfession eine besondere Verantwortung, was den Umgang mit solchen Vergehen betrifft. Entscheidend ist dabei die Zusammenarbeit mit nichtkirchlichen Beratungszentren und staatlichen Behörden.

Die Altkatholische Kirche Österreichs möchte darüber hinaus klarstellen, dass der Missbrauch von Jugendlichen nicht mit Homosexualität gleichgesetzt werden sollte. Auch heterosexuell empfindende Menschen begehen solche Verbrechen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass verantwortungsvoll gelebte gleichgeschlechtlich Lebensgemeinschaften für unsere Gesellschaft und für unsere Glaubensgemeinschaft einen großen Wert darstellen, sodass die Segnung solcher Gemeinschaften gerechtfertigt ist.

Wir machen darauf aufmerksam, dass alle christlichen Kirchen in Österreich beim Umgang mit solchen Skandalen eine gegenseitige Verantwortung tragen, denn die Schädigung des Ansehens in der Öffentlichkeit trifft sie alle. Das zeigt sich auch daran, dass mit dem Begriff „katholische Kirche“ in den Medien sehr undifferenziert umgegangen wird. Auch die altkatholische Kirche ist eine katholische Kirche, in der allerdings die meisten unserer Klerikerinnen und Kleriker verheiratet sind und der Umgang mit Verfehlungen unserer Geistlichen völlig anders geregelt ist.

Nähere Informationen:
Silvia Breithofer

Pressestelle der
Altkatholischen Kirche Österreichs Schottenring 17/1/3/12
1010 Wien

Tel.:  01/317 83 94/21 Fax.: 01/317 83 94/9
 www.altkatholiken.at                                                                                                                 Download


 Die Altkatholische Kirche Deutschlands wählt 
Pfr. Dr. Pfarrer Dr. Matthias Ring zum Bischof

Bei der außerordentlichen Bistumssynode in der Schlosskirche zu Mannheim wurde der Regensburger Pfarrer Dr. Matthias Ring zum 10. Bischof des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland gewählt.

Wir gratulieren dem  neugewählten Bischof electus Dr. Matthias Ring ganz herzlich und wünschen ihm Gottes Segen und Kraft für seinen Dienst.

Die Weihe des neuen Bischof findet am 20. März 2010 statt. Der Ort wird noch bekannt gegeben.

www.alt-katholisch.de


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