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„Freude
kann Kreise ziehn, jubeln in Symphonien, Lichter der Hoffnung entzünden;
tanzen vor Fröhlichkeit, lächeln in Dankbarkeit, Hände und Herzen
verbinden…“
Der
Refrain des Schlussliedes fasst die einzigartige Atmosphäre und
faszinierende Stimmung des Festgottesdienstes, der am 3. Oktober 2010 um
14.00 Uhr in unserer Pfarrkirche gefeiert wurde, zusammen.
Erstmalig
in der Geschichte der Kirchengemeinde Graz ist eine Frau zur Diakonin
geweiht worden. Frau Regina Lechner hatte dazu ihre Familienangehörigen,
ihre Weggefährtinnen und Weggefährten und ihre altkatholischen
Glaubensgeschwister aus Nah und Fern eingeladen.
Der
neu gestaltete Kirchenraum und der prächtige Blumenschmuck bildeten einen
würdigen Rahmen, der auf Grund der vielen Festgäste beinahe gesprengt
wurde.
Bischof
John Okoro, der dem Festgottesdienst vorstand und die Weihehandlung
vollzog, vernahm die drei klaren Ja-Voten, die für Regina abgegeben
wurden. Als Pfarrer beschrieb ich sie, stellvertretend für ihre
Kirchengemeinde Graz, als „authentisch, leidenschaftlich, meditativ und
spirituell“. Dr. Heinz Lederleitner sprach als Vorsitzender der
Geistlichenkonferenz und in Vertretung des Synodalrates. Er nannte sie
eine Frau, „die aus der Praxis kommt“. Sehr persönlich und mit viel
Applaus bedacht fielen die Worte ihres Mannes Karl Lechner aus.
Zwei
symbolträchtige Handlungen zeichneten die Diakoninweihe besonders aus:
Während
der großen Heiligen-Litanei, lag Frau Regina Lechner auf dem Weihetuch,
das erstmals bei der Weihe von Frau Karin Leiter zur Priesterin verwendet
wurde. „Reichlich gibt es starke Frauen“ war als Slogan auf dem
Weihetuch zu lesen.
Nach
dem Weihegebet, der Handauflegung durch den Bischof, der Übergabe der
Stola, die Reginas Mutter und ihre Tochter anlegten, und des Evangeliars,
waren alle, die es wollten, eingeladen ihr segnend die Hände aufzulegen
und ihr ein persönliches Segenswort mitzugeben.
In
Namen der Kirchengemeinde Graz überreichte der Vorsitzende des
Gemeindevorstandes Robert Görger St. Jörgen Frau Regina Lechner eine
wertvolle Bibelausgabe.
Schließlich
ergriff Bischof John das Wort und erzählte folgende Anekdote: Er hatte
Regina gefragt, was für ein Geschenk er ihr zur Diakoninweihe machen könne.
Es sei darauf hin einige Zeit verstrichen, bis Regina sich doch noch
meldete und einen Vorschlag unterbreitete. Sie wünsche sich einen
Terminkalender von 2011 in dem am Pfingstmontag, 13. Juni vermerkt ist:
Weihe von Frau Regina Lechner zur Priesterin.
Gemäß
des Schriftwortes zum Weihegottesdienst: „Iss und trink, sonst ist der
Weg zu weit für dich!“ (1 Könige 19) erwartete alle, die mitgefeiert
haben, eine köstliche Agape bei gemütlichem Beisammensein.
Mag.
Franz Handler, Pfarrer
Kirchengemeinde Graz
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