| Geboren am 19.
Mai 1927 in Wien. Volksschule, von 1937.1945 RG, ab 1938 Oberschule
für Mädchen in Wien XIX.
Schockierende Eindrücke 1938 durch
den Verlust vieler jüdischer Freundinnen, sehr bald Kritik am
Naziregime, Schwierigkeiten in der Schule durch Kritik an
Rosenbergs "Mythos des 20. Jahrhunderts" Matura Anfang
1945, 3 Monate zwangsweiser Kriegsdienst.
Am 1. April 1945 Flucht vor den
Russen nach dem Westen, Kriegsende als Magd auf einem
Bergbauernhof am Mondsee. Rückkehr nach Wien am 1. November 1945.
Zusammenleben mit den Eltern in einem bombengeschädigten Haus im
19. Bezirk.
Ab Sommersemester 1946 Studium an
der Universität Wien, Hauptfächer Religionswissenschaften (im
Rahmen der Völkerkunde) und Klassische Archäologie. Promotion
zum Dr. phil. Im Februar 1951.
Ab 1949 ehrenamtliche Mitarbeit in
der altkatholischen Kirche, vor allem in der Jugendarbeit und in
der Lebensmittel- und Kleiderverteilung. Seit dieser Zeit enge ökumenische
Kontakte.
Ab Wintersemester 1951 Studium der
Theologie vor allem an der Evangelisch-theologischen Fakultät.
Im April 1953 Heirat mit Ernst
Kreuzeder, einem Studienkollegen; im Dezember 1954 Geburt der
Zwillinge Ruth und Ronald.
Schon ab dem Schuljahr 1951/52
Religionsunterricht an Volks- und Hauptschulen, nach Abschluß der
Studien ab 1955 an AHS (teilzeitlich). Von nun an hauptamtlich tätig
als "Seelsorgehelferin" (entspricht einer
Pastoralassistentin), vor allem als Referentin des Kirchlichen Außenamtes
(Ökumene und Verbindung zur Anglikanischen Kirchengemeinschaft)
und als Referentin für Rundfunk und Fernsehen.
In dieser Zeit Gründungsmitglied
des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, des
Weltgebetstages der Frauen, Mitbegründerin der "Ökumenischen
Morgenfeier im Österreichischen Rundfunk" und zahlreiche
andere ökumenische Aktivitäten.
1957 drei Monate in den USA, um
Kontakte zur (anglikanischen) Episkopalkirche zu vertiefen. Von
nun an zahlreiche dienstliche Auslandsreisen, vor allem nach
England, der Schweiz und Deutschland und nach Thailand. Jahrelang
Vizepräsidentin des Ökumenischen Rates des Kirchen in Österreich
und Vizepräsidentin der Österreichischen Bibelgesellschaft.
Seit 1986 in Pension, im Februar
des selben Jahres Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die
Republik Österreich. Seither weitere ehrenamtliche Arbeit für
die Altkatholische Kirche, zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten,
Examinatorin für Altes und Neues Testament und
Erwachsenenbildung.
1991 Weihe zur ersten katholischen
Diakonin in Österreich, 1998 als erste Österreicherin die
Priesterweihe empfangen. Seither als Seelsorgerin für homosexuell
liebende Menschen tätig. |