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Unsere
Geschichte
Die
Entwicklung bis heute |
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1877 |
Nach der staatlichen
Anerkennung konnten sich die entstandenen Kirchengemeinden endlich
auch rechtsgültig konstituieren. |
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1879 |
trat die erste Synode
der Altkatholischen Kirche Österreichs zusammen, auf der eine
Kirchenverfassung verabschiedet und Dr. Karl Linder zum Vorsitzenden
des Synodalrates gewählt wurde.
Die österreichische
Kirche nahm nun in Übereinstimmung mit den Kirchen in Deutschland
und der Schweiz eine Reihe grundlegender Reformen vor:
- Der Beicht-, Fast- und Zölibatszwang
wurden aufgehoben.
- Die Feier der Gottesdienste in der
Landessprache wurden möglich.
- Die Kommunion in den Gestalten von
Brot und Wein wurde für alle Gläubigen ermöglicht
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Ab
1882 |
Die "Los
von Rom"-Bewegung, die vom deutschnationalen Abgeordneten Georg
Ritter von Schönerer vorangetrieben wird, bringt der Altkatholischen
Kirche eine große Zahl von Beitritten. Die Kirche wächst
von 9000 Gläubigen (1890) auf 24.190 Gläubige (1910). Nicht
alle Neubeitritte sind aber dem nationalen Lager zuzuordnen. Auch
in den Reihen der entstehenden Sozialdemokratie sind Altkatholiken
zu finden. |
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1887 |
Der "Verein
der Altkatholiken Österreichs" wird gegründet. Der
Verein diente vor allem der karitativen Arbeit und der Verbreitung
altkatholischer Ideen. |
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1888 |
erhielt Armandus
Czech die staatliche Anerkennung als Bistumsverweser. |
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1889 |
Die österreichische
Kirche tritt der Utrechter Union bei. |
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1896 |
Der Sitz des Bistums
wird von Wien in das nordböhmische Warnsdorf verlegt. |
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1918 |
Die Altkatholische
Kirche Österreichs erhält wenige Wochen vor dem Zusammenbruch
der Monarchie zum ersten Mal eine finanzielle Unterstützung
durch den Staat.
Das Bistum Deutschösterreich
entsteht, nachdem die nordbömischen Gebiete der tschechoslowakischen
Republik zugeschlagen werden.
Die Seelenzahl des
neuen Bistums wächst rapide. Beträgt sie 1919 um die 6.000,
ist sie 1926 bereits auf 28.000 gewachsen. Viele Christen treten
der Altkatholischen Kirche bei, weil ihnen dadurch eine zweite Ehe
möglich wird. |
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1923 |
Das Bischöfliche
Seminar in Wien wird als Lehr- und Forschungsinstitut gegründet. |
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1924 |
Bistumsverweser
Adalbert Schindelar wird zum ersten Bischof der Altkatholischen Kirche
Österreichs gewählt. Er wird am 1.9.1925 in Bern vom Schweizer
Bischof Adolf Küry unter Assistenz des deutschen Bischofs Georg
Moog und des neuen Tschechoslowakischen Bischofs Alois Paschek geweiht. |
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1924 |
Bischof
Schindelar,
der schon bei seiner Weihe schwer krank war, stirbt. |
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1924 |
Der "Verband
der Altkatholiken Österreichs" wird ins Leben gerufen. Unter
seinem Dach werden alle Karitativen- Jugend- und Frauenvereine der
Kirche vereint. Er bestand bis 1995. |
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1928 |
Die Synode wählt
Pfarrer Robert Tüchler zum Bischof. Die Weihe erfolgt in Wien
durch Bischof Paschek. |
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1931 |
Am 7.9. wird in
Wien anläßlich des 12. Internationalen Altkatholikenkongresses
das Interkommunionsabkommen mit den anglikanischen Kirchen unterzeichnet. |
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1934 |
Der Ständestaat
mit seiner betont römisch-katholischen Ausrichtung bringt für
die Altkatholiken schwere Zeiten. Es kommt allerdings auch zu einer
Beitrittswelle, nachdem gesetzlich verordnet wird, daß alle
Staatsbeamten einem religiösen Bekenntnis angehören müssen.
Rund 7000 Christen, zum Teil aus dem sozialdemokratischen Lager, zum
Teil aber auch Sympatisanten des Nationalsozialismus, fanden in der
altkatholischen Kirche Aufnahme. |
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1938 |
Der "Anschluß"
Österreichs an das Deutsche Reich wird von der Kirchenleitung
und einem Teil der Gläubigen freudig begrüßt. Die
hochfliegenden Hoffnungen, die manche Altkatholiken hegen, werden
allerdings bald enttäuscht.
Sieben Filialgemeinden
konnten sich bis 1945 als selbständige Kirchengemeinden konstituieren.
Die österreichische
Kirche verliert im Deutschen Reich allerdings ihre Eigenständigkeit.
Bereits im April teilt der deutsche Bischof Kreuzer der österreichischen
Kirche mit, daß das Reichskirchenministerium der Ansicht sei,
das österreichische Bistum habe sich dem deutschen zu unterstellen
und fordert die Unterordnung des österreichischen Bistums.
Dieses Ansinnen wird von der österreichischen Synodalvertretung
zurückgewiesen. Die Tschechoslowakische Kirche, die 1939 zum
deutschen Reich kommt, begrüßt allerdings das Statut,
worauf staatlicherseits die Neuordnung der "Katholischen Kirche
der Altkatholiken des Deutschen Reiches" als vollzogene Tatsache
betrachtet wird.
Einführung einer
Kirchenbeitragsordnung und Schaffung einer eigenen Inkassostelle.
Das Vermögen der Kirche und des Verbandes der Altkatholiken
werden eingezogen. |
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1942 |
Bischof Tüchler
tritt in den Ruhestand, Generalvikar Dr. Stefan Török
übernimmt als Bistumsverweser die Leitung des Bistums.
Während des Krieges
werden vier Kirchen zerstört, viele beschädigt. |
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1947 |
Bistumsverweser
Dr. Stefan Török wird zum Bischof gewählt. Er und der
Präsident des Synodalrates Josef Mann leiten die Kirche während
der schwierigen Zeit des Wiederaufbaues. |
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1952 |
Herausgabe des
altkatholischen Gebetbuches "Unser Beten", das 1962 neu
aufgelegt wird. |
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1954 |
Bischof Dr. Stefan
Török erkrankt schwer. Der bisherige Generalvikar Heinrich
Bernauer übernimmt die Leitung des Bistums als Bistumsverweser.
Allerdings kann Bischof Török 1956 seinen Dienst wieder
antreten. |
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1957 |
Der Gesundheitszustand
Bischof Töröks verschlechtert sich. Pfarrer Bernauer wird
Bischofskoadjutor, Pfarrer Hofrat Dr. Josef Werner Generalvikar. Nach
dem Tod Bernauers folgt ihm Pfarrer Ludwig Paulitschke. |
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1957 |
RA Dr. Franz Speierl
wird zum Vorsitzenden des Synodalrates gewählt. Er hat bis zu
seinem Tod 1984 das höchste Laienamt der österreichischen
Kirche inne. |
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1957 |
Die Kirche bekommt
regelmäßige finanzielle Unterstützung durch den Staat.
Die finanzielle Lage bessert sich, Dennoch wäre ohne ausländische
Hilfe ein Überleben der Kirche unmöglich. |
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1962 |
Herausgabe des
"Gesangbuches der Altkatholischen Kirche Österreichs und
des dazugehörigen Orgelbuches. |
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1970 |
Generalvikar Ludwig
Paulitschke wird zum Weihbischof ernannt und in Utrecht geweiht. |
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1972 |
Bischof Dr. Stefan
Török stirbt, Pfarrer Walter Streit wird zum Bistumsverweser
bestellt. |
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1974 |
Die Synode wählt
Pfarrer Nikolaus Hummel, der im selben Jahr zum Bistumsverweser bestellt
worden war, zum Bischof. Die Weihe erfolgt am 12. April 1975 in Wien. |
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1988 |
Dr. Wilhelmine
Zankl wird als erste Frau Vorsitzende des Synodalrates und damit höchste
weltliche Amtsträgerin der Altkatholischen Kirche. |
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1991 |
Univ.Prof. DDDr.
Ernst Hammerschmidt wird Bischofskoadjutor. Er verläßt
allerdings 1993 die altkatholische Kirche. |
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1994 |
Bischof
Nikolaus Hummel tritt in den Ruhestand. Die Synode wählt Dekan
Bernhard Heitz zum
Bischof. Die Weihe erfolgt am 18. Dezember in Wien. |
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1994 |
Der Verein "Altkatholische
Diakonie" wird begründet. |
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1997 |
Die Synode ermächtigt
den Bischof, "auch Frauen zu Priesterinnen zu weihen". Damit
ist der lange Weg zur Frauenordination
abgeschlossen. |