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Das Heilige Amt der Gemeinde
Gott liebt
uns, er will uns Menschen nahe sein. Das hat sich in der ganzen Heilsgeschichte
erwiesen.
Im Hebräerbrief
heißt es:
"Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet
hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen
zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über
alles, durch den er auch die Welt gemacht hat." (Hebr 1,1-2)
In Jesus teilt
Gott unser Menschsein, die Freude, aber auch das Leid, sogar den Tod.
Jesus Christus hat im täglichen Leben gezeigt, wie das Reich Gottes
sein könnte: Er hat Hunger gestillt, er hat die Krankheiten des Leibes
und der Seele geheilt, er hat neue Hoffnung auf Leben gegeben. Er ist
lebendig, wo Menschen in seinem Namen zusammenkommen und sich auf ihn
verlassen.
Jeder Gottesdienst
der Kirche ist die Feier der Hoffnung, die Jesus uns gegeben hat. Wir
haben die Aufgabe, auf die Menschenfreundlichkeit Gottes Antwort zu geben.
Die Sakramente
wollen uns dazu helfen.
In der Apostelgeschichte
lesen wir:
"Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und
brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten
mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim
ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu,
die gerettet wurden." (Apg 2,46-47)
Vielfältig
sind die Namen und die Bezeichnungen, die diese Feier im Laufe der Kirchengeschichte
erhalten hat, sei es nun "Messe" (römisch-katholisch),
"Kommunion" (anglikanisch), "Abendmahl" (evangelisch),
"Göttliche Liturgie" (orthodox) oder "Heiliges Amt
der Gemeinde" (altkatholisch).
Alle diese
Namen bezeichnen das Tun der Gemeinde, die den Auftrag Jesu erfüllt
("Tut dies zu meinem Gedächtnis", Lk. 22,19), indem sie
zusammenkommt, Gott lobt, ihre Bitten vor ihn trägt und Gemeinschaft
mit Jesus Christus erfährt in den einfachen Gestalten von Brot und
Wein.
Gottesdienst
ist der Ausdruck der Gemeinschaft, die zwischen Gott und seinem Volk besteht.
Hier handelt die Kirche gemeinsam, indem alle ihre jeweilige Aufgabe erfüllen.
Dazu lesen
wir im ersten Korintherbrief:
"Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene
Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte;
aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. In einem jeden offenbart
sich der Geist zum Nutzen aller." (1.Kor 12,4-7)
Im gemeinsamen
Beten und Singen, im Vortragen der Schriftlesungen und liturgischer Gesänge
(LektorIn und KantorIn), beim Altardienst als AltarhelferIn, DiakonIn,
PriesterIn oder Bischof. |