Moderne Kirche: Diakoninnen

 

Unsere Grundsätze



Wir sind eine katholische Kirche, die offen auf die Menschen zugeht. Wir freuen uns über alle, die ein Stück des Weges mit uns gehen möchten

  Wir sind altkatholisch, nicht altmodisch


Alle Getauften sind zum Empfang des Abendmahls eingeladen, gleichgültig ob oder welchem Bekenntnis sie angehören



Alle Verstorbenen sollen ein christliches und würdiges Begräbnis erhalten, wenn ihre Angehörigen das wünschen



Wir leben christlichen Glauben in Freiheit und Eigenverantwortung

 Gleichgeschlechtliche Paare sprechen wir den Segen Gottes zu
 

Die verantwortliche Mitwirkung aller Gläubigen ist uns auf allen Entscheidungsebenen wichtig

 Unsere Priester und Priesterinnen können heiraten



Eine kirchliche Wiederverheiratung Geschiedener ist bei uns möglich

 Frauen sind in allen Bereichen der Kirche den Männern gleichgestellt.



Unser Bischof, unsere Pfarrerinnen und Pfarrer werden in demokratischer Weise durch das Kirchenvolk gewählt


Das oberste gesetzgebende Organ unserer Kirche ist die Synode, in der Geistliche und (mehrheitlich) Laien vertreten sind



Wir sind eine katholische Kirche, die in Gemeinschaft mit anderen eigenständigen katholischen Ortskirchen steht, unabhängig von Rom.

 Wir sind eine katholische Kirche, die demokratische Strukturen hat



Wir orientieren uns an der Bibel und an der frühen Kirche der ersten Jahrhunderte



Seit 1877 ist unsere Kirche staatlich anerkannt

Unsere Kirche entstand, als sich 1870 viele Katholikinnen und Katholiken mit den Dogmen von der päpstlichen Unfehlbarkeit und dem päpstlichen Primat nicht einverstanden erklärten. Sie wurden exkommuniziert und mussten eigene Gemeinden bilden.



Das Engagement für die Ökumene gehört zu den Grundanliegen unserer Kirche von Anfang an

Unsere Organisation

Kirchengemeinden.

Sie stehen für uns ganz oben. Dort, wo Menschen sich versammeln und gemeinsam glauben, hoffen, Leben teilen, wird der Geist einer Altkatholischen Ortskirche spürbar. Daher feiert der Bischof immer wieder Gottesdienste mit den Gemeinden.

Die Kirchengemeinden organisieren ihre Aktivitäten, Feste und Feiern selbstständig. Gemeinsam mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin treffen alle Mitglieder der Kirchengemeinde große Entscheidungen gemeinsam.

Synode.

Alle Kirchengemeinden zusammen sind unser Ortskirchen (unsere Diözese / unser Bistum). Für Absprachen und Entscheidungen, die alle Kirchengemeinden betreffen, werden regelmäßig Synoden einberufen.

Wie in den ersten Jahrhunderten des Christentums kommen Vertreterinnen und Vertreter aus allen Kirchengemeinden zusammen. Gemeinsam mit den Geistlichen und dem Bischof beraten und entscheiden die Synodeabgeordneten demokratisch.

Synodalrat.

Alles, was die Synode entschieden hat, wird von den ständigen Vertreterinnen und Vertretern der Kirchengemeinden im Synodalrat weiter entwickelt und zur Umsetzung geführt.

Der Synodalrat steht dem Bischof beratend zur Seite und trägt für alle finanziellen und viele organisatorischen Belange des Bistums die Verantwortung.

Der Synodalrat wird alle sechs Jahre im Rahmen einer Synode neu gewählt.

Bischof.

Der Bischof leitet die Ortskirche. Er ist der erste der Seelsorger des Bistums und stärkt die Gemeinden in der Erhaltung der Bekenntisgrundlagen sowie in der Wahrung untereinander und mit anderen Ortskirchen.

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Synodalrats repräsentiert der Bischof die Kirche nach außen.

Derzeit ist Dr. Heinz Lederleitner Bischof der Altkatholischen Kirche Österreichs

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Das umfassende  Lexikon der Altkatholischen Kirche Österreichs gibt auf hunderten Seiten Einblicke und Antworten
zu allen Fragen rund um die Altkatholische Kirche Österreichs.

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Unsere Finanzierung

Kirchenbeitrag.

Unsere Kirche finanziert sich durch die Beiträge unserer Mitglieder. Große Teile unserer Ausgaben sind die Gehälter der in der Seelsorge tätigen Geistlichen und der Angestellten der Kirchenverwaltung. Alle tragen dazu bei, dass die Botschaft des christlichen Glaubens lebensnah verkündet wird.

Wir stellen uns vielen Herausforderungen, die es einer kleinen Kirche schwerer machen, die seelsorglichen Aufgaben zu erfüllen. Daher sind wir besonders auf die Solidarität aller angewiesen.

Wir sind stets bemüht, im direkten Kontakt eine für beide Seiten akzeptable Festsetzung des Betrags jeder Altkatholikin und jedes Altkatholiken zu finden.

Anprechperson für alle Ihre Fragen ist Frau Irene Buchhart, MSc.

Spenden.

Wir danken für alle zusätzlichen Spenden von Mitgliedern, Freunden und Unterstützerinnen und Unterstützern unserer lebendigen Kirchengemeinden.

Während der Kirchenbeitrag im Wesentlichen für die Finanzierung der - ohnedies geringen - Gehälter dient, können wir mit Spenden wichtige Aufgaben wahrnehmen, mehr Menschen die Möglichkeit zum Kontakt mit uns geben, Sozialprojekte unterstützen und mittragen, Mieten finanzieren und "das tägliche Brot" bezahlen.

Auch ein Teil einer Erbschaft kann für unsere moderne Kirche zum "Rettungsanker" und für alle Menschen zum Segen werden.

 

Fakten.

Als kleine staatlich anerkannte Kirche haben wir weniger Möglichkeiten. Dennoch sind wir sozial aktiv, gehen über unsere Kirchengemeinde-Grenzen hinaus, helfen und unterstützen.

Unsere Geistlichen sind für Notfälle rund um die Uhr erreichbar. Unsere altkatholische Diakonie - als Mitglied der evangelischen Diakonie - steht allen Menschen, gleich welcher Religion, offen gegenüber. Wir begleiten Verstorbene, die keiner Konfession würdig mit einem christlichen Begräbnis.

Demnächst gründen wir in Vorarlberg eine neue Kirchengemeinde. Andere Kirchengemeinden wachsen, immer mehr Menschen finden bei uns eine religiöse Heimat und Freude am christlichen Glauben.

Helfen Sie uns mit Ihrem Beitrag, die christliche Botschaft für Menschen von heute erfahrbar zu machen.

Unsere Beziehungen

Utrechter Union.

Die Utrechter Union ist der Zusammenschluss aller altkatholischen Ortskirchen. Diese bekennen sich zur Einheit in Glaube und Lehre.

Kurz nach dem 1. Vatikanischen Konzil 1870, organisierten sich mit dem Protest gegen die Beschlüsse dieses Konzils die altkatholischen Bewegungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Sie nahmen mit der bereits seit 1723 bestehenden Kirche von Utrecht in den Niederlanden Kontakt auf.

Nach einem schwierigen Weg zur Einheit konstituierten die altkatholischen Bischöfe der Schweiz, Deutschlands und der NIederlanden gemeinsam mit dem Erzbischof von Utrecht die Internationale Altkatholische Bischofskonferenz (IBK). Die Bischöfe stellten damit fest, dass die von ihnen repräsentierten und geleiteten Kirchen - wie auch die Altkatholische Kirche Österreichs - in voller Gemeinschaft miteinander stehen. Sie formulierten eine Erklärung an die katholische Kirche, in der sie die leitenden theologischen Grundsätze des Altkatholizismus zusammenfassten.

Heute umfasst die Utrechter Union sieben altkatholische Kirchen mit zehn Bistümern in sieben Ländern.

Ökumene.

Die Altkatholischen Kirchen der Utrechter Union sind Gründungsmitglied des Ökumenischen Rats der Kirchen (Weltkirchenrat) 1948, ebenso auf nationaler Ebene.

Über die Utrechter Union besteht seti 1931 eine volle Gemeinschaft mit den Kirchen der Anglikanischen Kirchengemeinschaft, mit der Philippinischen Unabhängigen Kirche seit 1965 und ebenso mit der Kirche von Schweden seit 2006 ohne die Eigenständigkeiten jeder Kirche zu berühren.

Mit den evangelischen Kirchen pflegen wir die gegenseitige gastweise Einladung zum Abendmahl und viele sehr gute ökumenische Kontakte.

Wir sind eigenständig, von der römisch-katholischen Kirche unabhängig. Die Sakramente werden voll und ganz gegenseitig anerkannt. Eine Ausnahme bildet dabei die Weihe von Frauen, welche die römisch-katholische Kirche ablehnt.

Mit den orthodoxen Kirchen wurde bereits 1987 die volle Übereinstimmung in Glaubensfragen festgestellt. Durch die Einführung der Frauenordination in den altkatholischen Kirchen kam der Prozess zur Erklärung einer Kirchengemeinde ins Stocken.

Staat.

Wir sind seit 1877 staatlich anerkannt. Wie in der römisch-katholischen Kirche auch, hat der Staat ein Einspruchsrecht vor der Weihe eines neuen altkatholischen Bischofs aus schwerwiegenden Gründen. Davon wurde allerdings noch nie Gebrauch gemacht.

Unser Religionsunterricht ist staatlich anerkannt, findet in der Regel an Schulen statt und folgt dem vom Kultusministerium approbierten Lehrplan.

Gründungen von Kirchengemeinden werden den staatlichen Behörden zur Kenntnis gebracht, eine Änderung unserer Kirchenverfassung bedarf der Bestätigung durch das zuständige Ministerium um volle Gültigkeit zu erlangen.

Bei der staatlichen Gesetzgebung haben wir auf Landes- und Bundesebene das Recht, qualifizierte Stellungnahmen zu Gesetzesentwürfen abzugeben, die in den jeweiligen Ausschüssen Berücksichtigung finden müssen.

Katholisch.

Wir sind eine katholische Ortskirche und haben die wesentlichen Elemente des katholischen Glaubens, unabhängig von Rom, erhalten und vertieft.

Wir feiern sieben Sakramente. Diese sind in der römisch-katholischen Kirche anerkannt. Daher werden zum Beispiel Menschen, die christliche getauft wurden und unserer Kirche beitreten, nicht noch einmal getauft.

Wir haben die dreifache Struktur des kirchlichen Amtes - wie in der alten Kirche der ersten Jahrhunderte - erhalten: Bischof - Priester - Diakon. Diese Ämter stehen heute selbstverständlich auch Frauen offen. Das Verständnis, wie das Amt ausgeübt wird, kann sich geringfügig unterscheiden.

Wir feiern die Eucharistie, den katholischen Gottesdienst, der in der äußeren Form jenem des römisch-katholischen Gottesdienstes sehr ähnlich ist. Es sind alle Getauften, auch Nicht-Altkatholikinnen und Nicht-Altkatholiken zum Empfang von Leib und Blut Christi eingeladen.

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ORF-Portrait unseres Bischofs

 

(c) ORF 2016

 

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Impressum

Name: Altkatholische Kirche Österreichs
Sitz: Schottenring 17, 1010 Wien

Vertreten durch: Bischof Dr. Heinz Lederleitner und DI Mag. Michael Leitner

Grundlegende Richtung: Die Altkatholische Kirche ist eine gesetzlich anerkannte Kirche (Körperschaft öffentlichen Rechts). Diese Website gibt Informationen über die Altkatholische Kirche Österreis und enthält Stellungnahmen zu Themen des Lebens und der Gesellschaft aus christlicher Sicht.

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